Schönebeck – Hintergrundinformationen

Landkreis Schönebeck

Ursprünglich war der Landkreis Schönebeck ein Landkreis in der Mitte von Sachsen-Anhalt. Im Zuge der in Sachsen-Anhalt durchgeführten Kreisgebietsreform ist er am ersten Juli 2007 in dem neuen Salzlandkreis aufgegangen.

Seine Nachbarkreise waren nördlich die Stadt Magdeburg sowie der Landkreis Jerichower Land, östlich der Landkreis Anhalt-Zerbst, südlich die beiden Landkreise Bernburg und Köthen und westlich der Bördekreis und Landkreis Aschersleben-Straßfurt. Die beiden Hauptflüsse im Landkreis Schönebeck waren die Saale und Elbe.

Der Landkreis bestand aus einer Fläche von 460,44 Quadratkilometern und hatte Einwohnerzahl von 70912. Die Bevölkerungsdichte betrug 154 Einwohner je Quadratkilometer.

Wirtschaft:

Schönebeck zählte bis zum Jahr 1990 zu den industriellen Zentren von Magdeburg. Vorherrschend waren der Dieselmotorenbau, die chemische Industrie und der Landmaschinenbau im ehemaligen Traktorenwerk. Nach der Wende gingen im Zuge des industriellen Wandels viele Arbeitsplätze verloren. Ab Mitte 1990 begannen sich jedoch wieder Teile der Industrie, wie die chemische Industrie, die Automobilzulieferindustrie und der Spezialfahrzeugbau zufriedenstellend zu entwickeln.

Es bestanden im Landkreis parallel zur Landwirtschaft einige wichtige Industriebetriebe wie beispielsweise VEB Gelatinewerk Calbe, VEB Förderanlagen Calbe, VEB IFA Traktorenwerk Schönebeck, VEB Brauerei und Malzfabrik Schönebeck, VEB Metallleichtbaukombinat Calbe und VEB Niederschachtofenwerk Calbe.

Geschichte:

Im Jahr 1816 kam es zur Entwicklung des Landkreis Calbe a./S. räumlich von Schönebeck. Eine erste Kreisreform wurde im Jahr 1950 in der DDR durchgeführt, bei der aus dem kreisfreien Schönebeck und dem Landkreis Calbe der neue Landkreis Schönebeck gebildet wurde. Zwei Jahre später gab es eine nächste Kreisreform. Hierbei fand eine Auflösung der Länder in der DDR statt, sie wurden in Folge zu Bezirken. Es wurde der Kreis Schönebeck gebildet, welcher aus dem überwiegenden Teil des Landkreises Schönebeck und Gemeinden der alten Landkreise Bernburg und Burg bestand. Es kam zu einer Zuordnung des Kreises Schönebeck an den neu entstandenen Bezirk Magdeburg.

Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands wurde aus dem Kreis Schönebeck im Jahr 1990 der Landkreis Schönebeck im neuen Sachsen-Anhalt. Am ersten Juli 2007 gab es eine Kreisgebietsreform, bei der es zu einer Vereinigung des Landkreises Schönebeck mit dem Landkreis Bernburg und dem Landkreis Aschersleben-Straßfurt kam. Aus dieser Vereinigung entstand der neue Salzlandkreis.

Städte:

Der Landkreis Schönebeck bestand aus den zwei Einheitsgemeinden Calbe (Saale) und Förderstedt und aus drei Verwaltungsgemeinschaften. Die erste Verwaltungsgemeinschaft „Elbe-Saale“ bestand aus den Gemeinden Wespen, Barby, Gnadau, Pömmelte, Lödderitz, Glinde, Breitenhagen, Groß Rosenburg, Zuchau, Tornitz und Sachsendorf. Der zweiten Verwaltungsgemeinschaft „Schönebeck (Elbe)“ waren die Gemeinden Pretzien, Plötzky, Schönebeck (Elbe) und Ranies zugehörig. Die dritte Verwaltungsgemeinschaft „Südöstliches Bördeland“ beinhaltete Eickendorf, Eggersdorf, Zens, Welsleben, Kleinmühlingen und Großmühlingen.

Seit dem Jahr 1990 gab es zahlreiche Veränderungen der Gebiete im Landkreis. Anfangs gab es fünf Verwaltungsgemeinschaften, die sich bis zur Auflösung auf drei reduzierten. Zeitgleich kam es zu einer Reduktion auf 24 Gemeinden.

Verkehr:

Um den überregionalen Straßenverkehr bedienen zu können, wurde der Landkreis durch die F71 und die F246a erschlossen. Die Autobahn Marienborn-Berliner Ring lag am nächsten zum Landkreis. Für den Schienenverkehr bestand vor allem die Strecke von Magdeburg nach Leipzig, weiters gab es eine Schnellbahnverbindung nach Magdeburg. Es gab auch eine Nebenbahn die von Schönebeck nach Blumenberg führte.